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Der wöchentliche Podcast des HCA

Podcast "Corona in den USA"

„Corona in den USA“, der wöchentliche Podcast des HCA, bietet Wissenschaftler*innen und anderen USA-Expert*innen ein Forum, um die besonderen Auswirkungen der Pandemie jenseits des Atlantik aus der Perspektive ihrer Disziplin zu diskutieren.

Redaktion: Anja Schüler & Welf Werner
Technische Umsetzung: Julian Kramer | Audiologo: Thomas Steinbrunner
Mit freundlicher Unterstützung der Jacob-Gould-Schurman-Stiftung

Podcast Frutiger3 Trans

Folge 27 | 19. November 2020

"Nach den Präsidentschaftswahlen: Überlebt der Trumpismus in der Republikanischen Partei?"

PHILIPP ADORF (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)

Die amerikanischen Präsidentschaftswahlen liegen bereits mehr als zwei Wochen zurück, aber sie beschäftigen uns immer noch. Donald Trump hat bis jetzt weder dem gewählten Präsidenten Joe Biden gratuliert noch macht er Anstalten, die Amtsgeschäfte zu übergeben, was insbesondere die Koordination der Anti-Corona Maßnahmen erschwert. Zwar melden sich nach und nach Republikaner zu Wort, die Trump auffordern, seine Wahlniederlage einzugestehen, aber viele prominente Parteimitglieder schweigen. Andere unterstützen Trumps Narrativ von der gefälschten Wahl. Die aktuelle Ausgabe des HCA Podcasts wirft einen Blick auf die Zukunft der Republikanischen Partei, in der es mit Trump nicht weiterzugehen scheint, aber ohne ihn und die Politik, für die er steht, vielleicht auch nicht. Anja Schüler spricht mit Philipp Adorf vom Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie an der Universität Bonn. Er hat unter anderem zum Aufstieg der Republikanischen Partei in den Südstaaten und zur Bedeutung des demographischen Wandels für die Parteienlandschaft in den USA geforscht.

 

Folge 26 | 12. November 2020

"Nach den Präsidentschaftswahlen – Wie geht es den U.S. Demokraten?"

SARAH WAGNER (Atlantische Akademie Rheinland-Pfalz)

Die USA haben gewählt. Zwar weigert sich der 45. Präsident auch noch eine Woche nach der Wahl, seine Niederlage anzuerkennen und strengt Klagen gegen das Wahlergebnis an, aber es sieht doch so aus, als würde der Demokrat Joe Biden mit Kamala Harris als Vizepräsidentin im Januar ins Weiße Haus einziehen. Auf ihn und seine Partei warten riesige Herausforderungen; die Bewältigung der globalen Pandemie und einer Wirtschaftskrise ungeheuren Ausmaßes stehen wahrscheinlich ganz oben auf der Liste, aber es gibt auch noch andere Themen, die der Partei wichtig sind. Die aktuelle Ausgabe des HCA Podcasts nimmt die Demokratische Partei und ihre Agenda in den Blick. Zu Gast ist Sarah Wagner, Politikwissenschaftlerin und Bildungsreferentin der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz. Sie hat sich in zahlreichen Publikationen mit Geschichte und Gegenwart der Demokratischen Partei in den USA beschäftigt.

Folge 25 | 5. November 2020

"Die U.S. Präsidentschaftswahlen: Wer hat gewonnen?"

MANFRED BERG & MARTIN THUNERT (Curt Engelhorn Professor für Amerikanische Geschichte, Historisches Seminar / Senior Lecturer Political Science, Heidelberg Center for American Studies)

Amerika hat gewählt, aber wir können noch nicht mit Sicherheit sagen, wer der nächste Präsident der Vereinigten Staaten sein wird. In den wahlentscheidenden Staaten dauern die Auszählungen an, in einigen drohen Neuauszählungen. Noch eine Woche vor der Abstimmung sahen die Umfragen Joe Biden mit einer komfortablen Mehrheit, die in den letzten Tagen vor der Wahl allerdings geschrumpft ist. Die Hochrechnungen in der Wahlnacht zeigten ein ähnliches Bild für beide Bewerber – ehemals komfortable Margen schrumpften, mal lag der eine Kandidat in Führung, mal der andere. In einigen Staaten kann man noch immer nicht mit Sicherheit sagen, wer gewonnen hat; sie werden am Ende entscheidend für die notwendige Mehrheit im Wahlmännergremium sein, das dann wiederum den Präsidenten wählt. Diese Folge des HCA Podcasts versucht, dieses Chaos etwas zu lichten. Anja Schüler spricht mit Manfred Berg, Inhaber des Curt Engelhorn Lehrstuhls für amerikanische Geschichte an der Universität Heidelberg und Martin Thunert, Senior Lecturer Politikwissenschaft am HCA.

 

Folge 24 | 29. Oktober 2020

"Die U.S. Präsidentschaftswahlen: Wer gewinnt?"

MARTIN THUNERT (Senior Lecturer Political Science, Heidelberg Center for American Studies, Universität Heidelberg)

Am 3. November ist es soweit: Mitten in einer globalen Pandemie entscheiden die U.S. Bürgerinnen und Bürger über eine zweite Amtszeit für Donald Trump. Die Coronapandemie ist ein zentrales Thema im Wahlkampf; über 225.000 Amerikaner sind ihr bereits zum Opfer gefallen. Der demokratische Herausforderer Joe Biden wird nicht müde, das Corona-Management der Trump-Administration zu attackieren. Er wirft dem Amtsinhaber Missmanagement und einen Mangel an Verantwortungsbewusstsein und Mitgefühl vor. Donald Trump weiß, dass er in den Umfragen derzeit nicht gut dasteht. Das Wochenende verbrachte er mit einem sogenannten „campaign blitz“, mit Großveranstaltungen in North Carolina, Ohio und Wisconsin. Diese Bundesstaaten muss er gewinnen, um seine Chance auf eine Wiederwahl zu wahren. In dieser Folge des HCA Podcasts blickt Anja Schüler mit Martin Thunert, dem Senior Lecturer Politikwissenschaft am HCA, auf die möglichen Entscheidungen der Früh- und Briefwähler, die Lage in den Swing States, die Umfragewerte von Joe Biden und erörtert die Frage, ob es für Trump doch noch einen Weg gibt, im Oval Office zu bleiben.

Folge 23 | 22. Oktober 2020

"Droht eine Chaos-Wahl?"

MANFRED BERG (Curt Engelhorn Professor für Amerikanische Geschichte, Historisches Seminar, Universität Heidelberg)

Die USA wählen in weniger als zwei Wochen mitten in einer Pandemie ihren neuen Präsidenten. Viele Kommentatoren entwickeln ein zunehmend chaotisches Szenario für diese Wahlen: die Zahl der Wahllokale wurde dezimiert; sie sind nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie unterbesetzt; Millionen von Briefwahlunterlagen sollen von einer Post befördert werden, die in desolatem Zustand ist; ein unterlegener Präsident verweigert den friedlichen Machtwechsel. Am Ende entscheidet der Oberste Gerichtshof, wo sich der Amtsinhaber mit der Besetzung eines dritten Richterpostens im Hauruckverfahren noch kurz vor der Wahl eine solide Mehrheit verschafft hat. Zudem ruft der Präsident rechte Milizen auf, seinen Machtanspruch mit Waffengewalt zu verteidigen. Aber wie wahrscheinlich ist ein solches Szenario? Über die Frage, ob eine Chaos-Wahl droht, spricht Anja Schüler in dieser Ausgabe des HCA Podcasts mit Manfred Berg, Inhaber des Curt Engelhorn Lehrstuhls für amerikanische Geschichte an der Universität Heidelberg und stellvertretender Direktor des HCA.

 

Folge 22 | 15. Oktober 2020

"Kamala Harris – The Woman a Heartbeat Away From the Presidency?"

MANISHA SINHA (James L. and Shirley A. Draper Chair in American History, University of Connecticut)

Presidential elections in the U.S. are less than three weeks away. This episode of the HCA podcast takes a closer look at the vice-presidential candidate of the Democratic Party, Kamala Harris. Anja Schüler is talking to Manisha Sinha, Draper Chair in American History at the University of Connecticut. Her most recent book, The Slave's Cause: A History of Abolition won the 2017 Frederick Douglass Book Prize. Manisha Sinha has spoken several times at the HCA, most notably at the inauguration of the James W.C. Pennington Award, which pays tribute to a former slave who in 1849 received an honorary doctorate from the University of Heidelberg.

Folge 21 | 8. Oktober 2020

"Die Alternative – Wofür steht das Biden-Harris Ticket?"

CHRISTIAN LAMMERT (Professor für Politikwissenschaft, FU Berlin)

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie dominieren den U.S. Präsidentschaftswahlkampf. Joe Biden und Kamala Harris – das „Ticket“ der Demokraten – stehen für eine bessere Gesundheitsfürsorge, ein neues Konjunkturprogramm und den Kampf gegen strukturellen Rassismus. Über diese Themen, eine andere Art von Krisenmanagement und die Auswirkungen von Donald Trumps Covid-19 Erkrankung auf die Wahl spricht Anja Schüler in dieser Folge des HCA Podcasts mit dem Politikwissenschaftler Christian Lammert. Er hat seit 2012 die Professor für Nordamerikanische Politikwissenschaft am John F. Kennedy Institut der Freien Universität Berlin inne; zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die amerikanische Sozial- und Gesundheitspolitik, beides Themen, die in Joe Bidens Wahlkampf im Vordergrund stehen.

 

Folge 20 | 1. Oktober 2020

"Eine Bilanz der Trump-Präsidentschaft"

ANDREAS FALKE (Professor für Auslandswissenschaft, Universität Erlangen-Nürnberg)

In dieser Folge des HCA Podcast ziehen Anja Schüler und der Politikwissenschaftler Andreas Falke eine erste Bilanz der Präsidentschaft von Donald Trump – hat er in den Augen seiner Anhänger „geliefert“ und kann deswegen auf eine Wiederwahl hoffen? Oder können am Ende seine Kritiker mehr amerikanische Wählerinnen und Wähler überzeugen? Andreas Falke war nach seiner Tätigkeit als Principal Economic Specialist an der amerikanischen Botschaft in Bonn und Berlin Inhaber des Lehrstuhls für Auslandswissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg; er ist Mitglied im Beirat der Stiftung Bayerisches Amerika Haus München und Mitglied der Bayrischen Amerika Akademie. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der amerikanischen Politik und Wirtschaft, speziell Handels- und Klimaschutzpolitik, den transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen und den Beziehungen der USA zu den BRIC-Staaten, insbesondere China und Indien.

Folge 19 | 24. September 2020

"America in the World: A Book Talk with Robert Zoellick"

ROBERT ZOELLICK (Ehemaliger Präsident der Weltbank)

In this episode, HCA director Welf Werner welcomes Robert Zoellick back to the HCA podcast. A distinguished U.S. diplomat whose many posts included leading the U.S. delegation to the Two Plus Four Talks on German unification, Zoellick also served as president of the World Bank from 2007 to 2012. Their talk about his new book America in the World: A History of US Diplomacy and Foreign Policy highlights episodes in twentieth century U.S. foreign policy that had major ramifications for Germany and Europe.

 

Folge 18 | 17. September 2020

"Präsidenten in Krisenzeiten: Abraham Lincoln, Franklin D. Roosevelt, Donald Trump"

DETLEF JUNKER (Gründungsdirektor des HCA, Distinguished Senior Professor der Universität Heidelberg)

Diese Folge des HCA Podcasts wirft einen Blick auf drei existentielle Krisen in der amerikanischen Geschichte: den Bürgerkrieg von 1861-1865, die Große Depression und den Zweiten Weltkrieg von 1929-1945 und die aktuelle Krise, die die Coronapandemie ausgelöst hat. Anja Schüler spricht mit dem Geschichtswissenschaftler Detlef Junker, Senior Distinguished Professor an der Universität Heidelberg, darüber, wie Abrahm Lincoln, Franklin Roosevelt und Donald Trump auf diese historischen Herausforderungen des 19., 20. und 21.Jahrhundert reagiert haben.

Folge 17 | 3. September 2020

"Exposing the Fault Lines? How Corona has Affected American Civil-Military Relations"

DAVID EISLER (Graduate Student, HCA Graduiertenkolleg “Authority and Trust”)

The German view of the American military has for a long time been dominated by the presence of U.S. forces in the country. Germany has certainly profited from this presence for decades, but it has become somewhat controversial recently, on both sides of the Atlantic. In this episode of the HCA podcast, Anja Schüler talks with David Eisler about how the Covid-19 pandemic has affected American civil-military relations. Their conversation shines a light on the American military and its role in the Corona crisis, but also on the military’s larger position in American politics and society. David Eisler is a doctoral candidate in the HCA’s Graduiertenkolleg “Authority and Trust,” finishing his dissertation on civil-military relations and American war fiction. He has also served five years on active duty in the United States Army, with tours in Germany, Iraq, and Afghanistan.

 

Folge 16 | 20. August 2020

"#BlackLivesMatter – Eine neue Bürgerrechtsbewegung in den USA?"

BRITTA WALDSCHMIDT-NELSON (Professorin für die Geschichte des europäisch-transatlantischen Kulturraums, Universität Augsburg)

Seit dem Tod von George Floyd durch Polizeigewalt am 29. Mai dieses Jahres verzeichnet die Protestbewegung #BlackLivesMatter neuen Zulauf. Gegründet hat sich die Bewegung 2014 nach dem Tod von Michael Brown, der in Ferguson, Missouri, ebenfalls durch Polizeigewalt starb. Die #BLM Demonstranten prangern strukturellen Rassismus, Polizeigewalt und soziale Ungleichheit an. Auch fast 60 Jahre nach dem Civil Rights Act, der die Rassentrennung verbot, und 12 Jahre nach der Wahl des ersten schwarzen Präsidenten ist Rassismus immer noch ein Kernproblem der amerikanischen Gesellschaft. Afro-Amerikaner und andere Minderheiten sind nach wie vor im Gesundheitssystem, im Bildungswesen oder auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt; die Ideologie der „white supremacy“, der Überlegenheit von Weißen, hat immer noch ihre Anhänger. Formiert sich in den USA also eine neue Bürgerrechtsbewegung und sehen wir deren Anfänge in #BlackLivesMatter? Darüber spricht Anja Schüler in dieser Ausgabe des HCA Podcasts mit der Historikerin Britta Waldschmidt-Nelson, Professorin an der Universität Augsburg und eine der führenden deutschen Expertinnen zur afro-amerikanischen Geschichte.

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Folge 15 | 6. August 2020

"Polarisierung in der Pandemie – Gesellschaftliche Spaltung trotz nationaler Krise?"

FLORIAN BÖLLER (Juniorprofessor für transatlantische Beziehungen, TU Kaiserslautern)

Die politische und gesellschaftliche Spaltung der USA ist keine neue Entwicklung, aber die Gräben scheinen seit Beginn der Coronakrise noch deutlicher zutage zu treten: Im Kampf gegen die Pandemie stehen nicht nur Demokraten gegen Republikaner, sondern auch Stadt gegen Land, arm gegen reich, Maskenträger gegen Maskenverweigerer. Diese Ausgabe des HCA Podcasts wirft einen genaueren Blick auf diese Polarisierung und ihre Folgen für die amerikanische Innen- und Außenpolitik. Zu Gast bei Anja Schüler ist Florian Böller, Juniorprofessor für transatlantische Beziehungen an der TU Kaiserslautern.

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Folge 14 | 31. Juli 2020

"Protests and the Pandemic – A Conversation with HCA Student Terence Wride"

TERENCE WRIDE (HCA Student)

Two months ago, the death of George Floyd sparked a widespread protest movement against racial injustice and police violence in the United States. While protests in many cities subsided after a few weeks, they continued in a places like Portland, Oregon, which has seen demonstrations every night since May 29. This week’s podcast will take a closer look at these longstanding and intensifying protests and the reaction of the federal government. Anja Schüler talks to Terence Wride, who is a native of Oregon and a student in the HCA’s Master of American Studies program. He has just recently returned from the United States, where he was involved in the protest movement.

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Folge 13 | 23. Juli 2020

"Corona und die 'Culture Wars'"

GÜNTER LEYPOLDT (Professor für amerikanische Literatur und Kultur, HCA und Anglistisches Seminar der Universität Heidelberg)

Das Coronavirus hat die Vereinigten Staaten nach wie vor fest im Griff; das Land verzeichnet fast täglich neue Höchststände von bestätigten Infektionsfällen. Im Kampf gegen die Pandemie schienen die politischen Linien von Anfang an klar gezogen – Maskenträger gelten als Anhänger des big government, wenn nicht gar als Beleg für die Macht des „tiefen Staates“; Befürworter einer Öffnungspolitik als herzlose Kapitalisten, die das Leben von Großeltern für eine funktionierende Wirtschaft aufs Spiel setzen. Die Pandemie scheint also auch den seit langem schwelenden „culture wars“ in den USA neue Nahrung zu geben. Über diese „Kulturkriege“ spricht Anja Schüler in dieser Ausgabe des HCA Podcast mit Günter Leypoldt, Professor für amerikanische Literatur an der Universität Heidelberg und Co-Sprecher des DFG-Graduiertenkollegs „Autorität und Vertrauen“ am HCA.

 

Folge 12 | 16. Juli 2020

"Eine Zeit für Verschwörungstheorien?"

MICHAEL BUTTER (Professor für amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte, Englisches Seminar der Universität Tübingen)

Das Attentat auf John F. Kennedy, die Mondlandung 1969 oder die Anschläge vom 11. September - um alle diese Ereignisse ranken sich Verschwörungstheorien. Sie ziehen sich nicht nur durch die amerikanische Geschichte und sind auch nichts Neues, aber es scheint, als hätten sie augenblicklich eine besondere Konjunktur. Über Verschwörungstheorien in Corona-Zeiten spricht Anja Schüler in dieser Ausgabe des HCA Podcasts mit Michael Butter. Er ist Professor für amerikanische Literatur und Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen, forscht seit vielen Jahren zu diesem Thema und zählt zu Deutschlands führenden Experten auf diesem Gebiet. Michael Butter hat außerdem am "Leitfaden Verschwörungstheorien" mitgewirkt, der online verfügbar ist.

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Folge 11 | 9. Juli 2020

"Die Gelbfieberepidemie und die junge amerikanische Republik – Eine kulturhistorische Einschätzung"

DIETMAR SCHLOSS (Professor, HCA und Anglistisches Seminar der Universität Heidelberg)

Die Ausbreitung des Corona-Virus in den USA scheint ungebremst, aber die aktuelle Lage steht in dieser Ausgabe des HCA Podcast nicht im Vordergrund. Vielmehr wirft er den Blick zurück in die Gründerjahre der USA, ins Philadelphia des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Die Stadt war damals nicht nur der Regierungssitz der jungen Republik, sondern auch die Hauptstadt der amerikanischen Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft. In den 1790er Jahren wurde die Ostküstenmetropole immer wieder von Gelbfieberepidemien heimgesucht. Über die Auswirkungen dieser Epidemiewellen, systemrelevante Arbeitskräfte und das Versagen der politischen Eliten spricht Anja Schüler mit Dietmar Schloss, Professor für amerikanische Literatur am HCA und am Anglistischen Seminar der Universität Heidelberg und Experte für die Literatur und Kultur der amerikanischen Gründerzeit.

 

Folge 10 | 2. Juli 2020

"Corona und die internationale Führungsrolle der USA"

SEBASTIAN HARNISCH (Professor für internationale Beziehungen und Außenpolitik, Institut für Politische Wissenschaft der Universität Heidelberg) & GORDON FRIEDRICHS (Postdoc im Graduiertenkolleg "Autorität und Vertrauen")

Die Covid-19 Pandemie hat die mangelnde Bereitschaft der USA, eine internationale Führungsrolle einzunehmen, offen dargelegt. Wie die New York Times kürzlich titelte, ist diese globale Krise die erste seit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, in der die Welt nicht mal mehr nach einer US-Führungsrolle fragt. In dieser Podcastepisode sprechen Sebastian Harnisch (Professor für Internationale Beziehungen und Außenpolitik am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Heidelberg) und Gordon Friedrichs (Postdoktorand am Graduiertenkolleg „Autorität und Vertrauen“ des HCA) über die Gründe dafür und wie es um die internationale Ordnung vor dem Hintergrund des erstarkten US-amerikanischen Populismus bestellt ist. Darüber hinaus diskutieren sie, wie die Pandemie das Verhältnis zwischen den USA und China beeinflusst und welche anderen außenpolitischen Herausforderungen durch die Coronakrise überlagert werden, speziell mit Blick auf die anstehende Präsidentschaftswahl im November.

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Folge 9 | 25. Juni 2020

"Corona und die (schöne neue) Arbeitswelt"

NATALIE RAUSCHER (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, HCA)

Die Covid-19 Pandemie hat auch in den USA die Arbeitswelt auf den Kopf gestellt. Viele Beschäftigte befinden sich im „Home Office“ mit all seinen Vor- und Nachteilen, andere haben dieses Privileg nicht. Während Unternehmen wie Amazon, Microsoft, Google oder Netflix in der Krise ihre Marktmacht ausbauen können, leiden Firmen der „sharing economy“ wie Uber oder Air BnB in der Krise. Befinden wir uns also auf dem Weg in eine neue, vielleicht sogar eine „schöne neue“ Arbeitswelt, in der die Versprechungen einer vernetzten Gesellschaft endlich wahr werden oder macht die Krise die Kluft zwischen Arbeitnehmer*innen im Home-Office und denen im Gesundheits- und Servicesektor erst deutlich? Über diese Themen spricht in der aktuellen Ausgabe des HCA Podcasts Anja Schüler mit der Politikwissenschaftlerin Natalie Rauscher, wissenschaftliche Mitarbeiterin am HCA und eine der Initiatorinnen des HCA Graduate Blogs.

 

Folge 8 | 18. Juni 2020

"Religion in der Pandemie"

JAN STIEVERMANN (Professor für Geschichte des Christentums in den USA, HCA und Wissenschaftlich-Theologisches Seminar der Universität Heidelberg)

Der Ausbruch des Corona Virus hat auch in großen Teilen der USA dazu geführt, dass Kirchen, Synagogen und Moscheen viele Wochen geschlossen blieben und Gottesdienste virtuell stattfinden mussten. Für viele Kirchen ist dies existenzbedrohend. Die zunehmende Polarisierung der U.S. Gesellschaft spiegelt sich auch in der heftigen Debatte um die Wiedereröffnung von Gotteshäusern. Gleichzeitig scheint es so etwas wie ein religiöses Erweckungserlebnis zu geben: In einer Umfrage der University of Chicago Divinity School aus dem Mai sehen in den USA zwei Drittel der christlichen Gläubigen die Pandemie als ein Zeichen Gottes an, dass die Menschheit ihre Lebensgewohnheiten ändern muss. In dieser Ausgabe von „Corona in den USA“ spricht Anja Schüler mit dem Kirchenhistoriker Jan Stievermann über die Auswirkungen der Coronapandemie auf das religiöse Leben in den USA.

Folge 7 | 10. Juni 2020

"Pandemie und Protestbewegung – HCA Studierende berichten aus den USA"

SEBASTIAN MAYER (Seattle) & BETTY SCHAUMBURG (Greensboro, North Carolina)

In der aktuellen Ausgabe des HCA Podcast kommen ein Alumnus und eine Studentin des HCA zu Wort. Sebastian Mayer ist ein Absolvent des HCA Bachelorprogramms und lebt seit 2016 in der Westküstenmetropole Seattle, wo er an der University of Washington lehrt und forscht. Betty Schaumburg, steht kurz vor dem Abschluss ihres Bachelorstudiums am HCA und wollte eigentlich in diesem Frühjahr und Sommer ein Praktikum am Deutschen Historischen Institut in Washington, D.C., absolvieren. Wir erreichen sie in Greensboro, North Carolina. Beide erleben gerade eine sehr außergewöhnliche Zeit in den USA. In diesem Podcast schildern sie ihre persönlichen Eindrücke über die Auswirkungen des pandemiebedingten Lockdowns, den fast beispiellosen Absturz der amerikanischen Wirtschaft und die größte Protestbewegung, die das Land seit 1968 gesehen hat.

 

Folge 6 | 4. Juni 2020

"Corona and American Diplomacy"

ROBERT ZOELLICK (Former President of the World Bank)

In the decades since World War II, many Germans experienced the U.S. as a benign hegemon that provided global public goods out of enlightened self-interest, as a nation that has brought peace and prosperity to the North Atlantic region. The United States accomplished this not least by helping to create multinational institutions like the World Trade Organization, the United Nations, or NATO. Yet, in the last years we have witnessed a different development, and the world increasingly views the U.S. as a country that drifts away from multilateral institutions or even actively undermines them. In the global pandemic, the World Health Organization is a case in point. It seems as if U.S. multilateral diplomacy that pursued long-term goals is a matter of the past and has been replaced by transactional diplomacy aiming at short-term results. In this edition of the HCA podcast, Anja Schüler talks about these issues with Robert Zoellick, chief U.S. envoy to the Two Plus Four Talks on German reunification and president of the World Bank from 2007 to 2012.

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Folge 5 | 28. Mai 2020

"The Land of (In) Equality – Wie Corona die Ungleichheiten in US-amerikanischen Städten verstärkt"

ULRIKE GERHARD (Professorin für Humangeografie Nordamerikas und Stadtgeografie, HCA und Geografisches Institut der Universität Heidelberg) & JUDITH KELLER (wissenschaftliche Mitarbeiterin, Geografisches Institut der Universität Heidelberg)

Die USA sind immer noch das Zentrum der globalen Coronapandemie, und amerikanische Großstädte waren von Anfang an besondere Brennpunkte der Krise. Mehr als jedes fünfte amerikanische Todesopfer von Covid 19 stammt aus New York City, wo in Teilen der Upper East Side bis zu 40 Prozent der Bewohner die Stadt verlassen haben; viele davon sind vor dem Virus in ihre Zweitwohnsitze geflüchtet. Stadtteile wie die Bronx, in denen besonders viele Afroamerikaner oder Latinos leben, verzeichnen dagegen enorme Sterberaten. Ähnliche Muster gibt es auch in anderen US Metropolen. Über diese sozialen Ungleichheiten spricht Anja Schüler mit den Stadtgeografinnen Ulrike Gerhard, Professorin für Humangeographie, stellvertretende Direktorin des HCA und Leiterin des Reallabor Urban Office – Nachhaltige Stadtentwicklung in der Wissensgesellschaft und Judith Keller, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geografie der Universität Heidelberg.

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Folge 4 | 20. Mai 2020

Wirtschaftskrise der Superlative

WELF WERNER (Direktor und Professor für American Studies, HCA und Alfred Weber Institut der Universität Heidelberg)

Die USA haben sich zum Brennpunkt der Covid-19 Pandemie entwickelt, und die beunruhigenden Nachrichten reißen nicht ab. Im Hinblick auf Infektionszahlen und Todesfälle ist Amerika mit Abstand die am stärksten betroffene Nation. Aber auch wirtschaftlich erlebt das Land einen beispiellosen Niedergang, den sicherlich auch der Rest der Welt zu spüren bekommt. Nicht zuletzt die Große Rezession von 2008 hat gezeigt, dass wirtschaftliche Entwicklungen in den USA stets auch auf die übrige Welt ausstrahlen. In dieser Ausgabe von "Corona in den USA" spricht Anja Schüler mit dem Wirtschaftswissenschaftler Welf Werner, Direktor des HCA und Professor an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Heidelberg, über die Auswirkungen der globalen Pandemie auf die U.S. Wirtschaft.

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Folge 3 | 14. Mai 2020

Corona – auch eine Krise des U.S Gesundheitssystems?

AXEL MURSWIECK (Professor, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Heidelberg)

Das Corona-Virus hat in kaum einem Land ähnlich verheerende Auswirkungen wie in den USA. Das Land verzeichnet ein Drittel aller Infizierten weltweit; seine Bewohner machen aber lediglich fünf Prozent der Weltbevölkerung aus. Global liegt die durchschnittliche Sterberate durch Covid-19 bei 34 Toten pro eine Million Einwohner, in den USA sind es über 200. Dabei ist Amerika mit Abstand das Land mit den höchsten Pro Kopf Ausgaben für die medizinische Versorgung. Über die Corona-Krise als Krise des amerikanischen Gesundheitssystems spricht Anja Schüler mit Axel Murswieck, Professor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Heidelberg.

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Folge 2 | 7. Mai 2020

Corona und die amerikanische Politik

MARTIN THUNERT (Senior Lecturer Political Science, Heidelberg Center for American Studies, Universität Heidelberg)

In den USA trifft die Covid-19-Pandemie auf eine politisch und sozio-kulturell hochpolarisierte Gesellschaft ein halbes Jahr vor den Präsidentschaftswahlen. Es tobt ein Kampf über die Deutungshoheit über die Ursachen der Krise und ihrer Bewältigung. Diese Krise lässt viele Sollbruchstellen zu Tage treten – im politischen Gefüge der USA, zwischen roten und blauen Staaten, zwischen den Küsten und den Regionen im Landesinneren, zwischen Stadt und Land, zwischen arm und reich. In dieser Ausgabe des HCA Podcasts spricht Anja Schüler mit Martin Thunert, Senior Lecturer Politikwissenschaft am HCA, über die Auswirkungen einer globalen Pandemie auf die amerikanische Innenpolitik.

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Folge 1 | 30. April 2020

Existentielle Krisen
in der Geschichte der USA

MANFRED BERG (Curt Engelhorn Professor für Amerikanische Geschichte, Historisches Seminar, Universität Heidelberg)

Die erste Folge der HCA Podcast „Corona in den USA“ wirft einen Blick auf existentielle Krisen in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Die globale Pandemie hat auch die USA in einen Ausnahmezustand versetzt. Über ihre Auswirkungen sprechen wir mit dem Heidelberger Historiker Manfred Berg, Inhaber des Curt Engelhorn Lehrstuhls für Amerikanische Geschichte am Historischen Seminar der Universität Heidelberg, stellvertretender Direktor des HCA, Sprecher des Graduiertenkollegs „Autorität und Vertrauen“ und Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.

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Letzte Änderung: 19.11.2020
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